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Vorzeigestadt Kopenhagen - wie modernes eGovernment funktioniert

In Kopenhagen gibt es heute kein stundenlanges Warten mehr, um einen Ausweis zu beantragen. Analoge Hürden, wie ein persönliches Erscheinen, um eine Unterschrift zu tätigen, wurde abgeschafft. Bis heute wurden etwa 100 Dienstleistungen digitalisiert.

 

Kopenhagen macht´s vor - das digitale Bürgeramt

Kopenhagen hat ein digitales und jederzeit geöffnetes Bürgeramt ins Leben gerufen. Die Einwohner haben dort die Möglichkeit, sich umzumelden, ein Unternehmen anzumelden, einen Kindergartenplatz zu beantragen und man kann sich sogar per Mausklick scheiden lassen. Man hat erkannt, dass die Menschen es heute bevorzugen, Dinge selbst zu erledigen – wann und wo, entscheiden sie selbst. Und das so einfach und schnell wie möglich.

digitales Bürgerbüro

 

So hat Kopenhagen sein Bürgerbüro gestaltet

Am Eingang des Bürgerbüros ist ein Schild mit „Selbstbedienung‘“ angebracht. Bürger werden anhand von Tablets nach Anliegen auf die bereitgestellten Automaten und Computer „verteilt“. Schnell und präzise.

Digitale Bürgerangebote

Wenn ein Bürger einen neuen Pass beantragen möchte, dann kann er dies am Automaten erledigen. Der Bürger gibt seine persönlichen Daten ein, lässt anhand der eingebauten Kamera ein Lichtbild von sich machen und kann sogar seinen Fingerabdruck scannen lassen.

Am Ende prüft ein Mitarbeiter die Identität des Antragstellers. Fertig. 

Jeder Däne erhält seine persönliche Identifikationsnummer (NemID).Damit können Anträge zu Kindergeld oder Rente getätigt werden, man kann damit Geld überweisen, aber auch Bücher ausleihen und Arzttermine buchen.

 

Die Nutzung digitaler Bürgerangebote ist Pflicht

Ab dem 15. Lebensjahr erhält jeder dänische Bürger einen digitalen Briefkasten – in Dänemark die E-Box genannt. In diesen digitalen Briefkasten werden Sendungen von Behörden, aber auch der Bank und anderen Unternehmen eingeworfen. Laut den Angaben des Kopenhagener Bürgermeister nutzen gerade mal 10% der Dänen diesen Service nicht, sie erhalten ihre Post weiterhin analog.

 

Und wie sieht es im Vergleich dazu in Deutschland aus?

 

eGovernment in Deutschland

Dieses Szenario wird so gut wie jeder Bürger kennen. Langes Anstehen, lange Wartezeiten. Doch was unternimmt Deutschland dagegen? In Deutschland soll im Oktober das lang ersehnte digitale Bürgerportal für gerade mal vier Bundesländer – beschränkt auf vier Dienstleistungen – kommen. Macht ein solch eingeschränktes Bürgerportal überhaupt Sinn?

Warum hat Deutschland solche „Angst“ vor der Digitalisierung? Es würden der Wirtschaft und den Unternehmen so viele neue Gegebenheiten geboten werden können, von denen sie profitieren.

 

Einen digitalen Briefkasten, wie ihn Dänemark mit der e-Box eingeführt hat, gibt es bereits.

Den bitkasten, der für jeden Bürger in Deutschland verfügbar ist. Der neue Personalausweis dient zur eindeutigen Authentifizierung – ähnlich wie die NemID, die Dänemark eingeführt hat. Diese Technologie kann jetzt schon genutzt werden.

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Deutschland darf sich nicht zu sehr von seinen Datenschutz-Hacker-Bedenken beeinflussen lassen. Ja, der Datenschutz ist wichtig und Daten müssen sicher sein. Man kann jeden Stein 5x rumdrehen, es verschlingt jedoch nur unnötig Zeit. Das Potenzial der Digitalisierung hat Deutschland erkannt, doch sollte man nicht nur darüber reden, sondern auch endlich nachhaltig aktiv werden.

 

Digitalisierung in der Verwaltung kann funktionieren – das zeigt unter anderem Dänemark in seiner vollsten „Pracht“.

 

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